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Heute nennt man es Laternenfest. Bald heißt Weihnachten auch nur noch Geschenke-Nacht. Aber das ist wohl eine andere Geschichte.
Kinder basteln in Kindergarten und Schule Laternen, singen Lieder und dann gibt es noch die bekannte Mantelteilung. So, und jetzt nimm ich euch mit auf eine kurze Reise in die Vergangenheit, in die Gegenwart nach Bad Hall und in die Zukunft.

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Ich erinnere mich …

Als Kind war dieser Tag ein Highlight für mich. Gut eingepackt weil es meist bitter kalt war, standen wir stolz da mit unseren selbstgemachten Laternen in der Hand und warteten aufgeregt.
Ein paar Lieder wurden gesungen bis endlich das Pferd kam. Ein Reiter mit einem roten Mantel saß auf einem Schimmer, der den heiligen Martin als römischen Soldaten darstellen sollte. Dann wurde die Schenkung des Mantels an den Bettler nachgestellt. Mit einem Schwert wurde der Mantel ziemlich beeindruckend entzwei geteilt. Als ich älter wurde habe ich irgendwann erkannt, dass der Mantel mit Klettverschluss zusammenhielt und das furchteinflößende Schwert nur aus Kunststoff war. Tja, wenigstens war das Pferd echt. Wie jede kirchliche Veranstaltung dauerte auch diese immer viel zu lange, aber es war jedes mal etwas besonderes.

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Laternenfest 2016

Bad Hall. Gestern haben wir den Martinsumzug bzw. das Martinsfest in Bad Hall besucht. Das erste was ich hörte war eine kleines Mädchen: „Claudia, meine Fingern sind kalt“. Kurz nach 17 Uhr stapften die Kleinen mit ihren Eltern in die Kirche, dort wurde gesungen, getanzt und die Geschichte des Heiligen Martins mit einem Overheadprojektor erzählt. Nach der Kirche gab es Tee, Punsch und Kekse. Es war wirklich ein gelungenes Fest. Aber bis alle in der Kirche waren und danach wieder den Weg hinaus gefunden haben, spürte man den Stress der heutigen Zeit.

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Zukunft mit Hoffnungen

Ich freue ich schon sehr auf das erste Martinsfest von meinem kleinen Füchslein, wenn er stolz seine selbstgebastelte Laterne trägt und ich hoffe er wird es genau so genießen wie ich es als Kind tat. Ich nehme mir vor mein Kind beobachten zu lassen, will Versuchen den Moment zu genießen und besonders an solchen Tagen die Hektik des Alltages zu Hause zu lassen.

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