Ihre Sendung wird heute zwischen 10:30 und 12:30 zugestellt, mit freundlichen Grüßen ihr DPD-Team. So fing der heutige Tag an.

Okay, also fahren wir erst am Nachmittag einkaufen und gehen bald genug spazieren damit wir DPD keinesfalls verpassen. Natürlich nur mit Blickkontakt zum Haus, denn die könnten vielleicht auch schon früher kommen. Sicher ist sicher! Huch, dass ist nochmal gut gegangen. Aber jetzt schläft er im Kinderwagen. Hoffentlich sehe ich den DPD-Wagen bald genug, damit ich sogleich zur Türe sprinten kann. Eine läutende Glocke könnte ich jetzt überhaupt nicht brauchen. Das Essen soll auch noch fertig werden bevor mein kleiner Zwerg munter wird. Also flott kochen und immer wieder die Einfahrt kontrollieren. Es raschelt im Gang. Guten morgen Sonnenschein! Der Kleine ist ausgeschlafen und riecht schon das Mittagessen. Bei Tisch drehe ich auch ständig und total ungeduldig den Kopf zum Fenster. Jeden Augenblick könnte es soweit sein. Aber besser erst nach dem Essen. Nachdem wir gut gegessen haben, verzupfen wir uns ins Kinderzimmer. Ein bisschen spielen muss sein. Denke ich mir. Er denkt anders. Was vorher rein ging, muss ja unten wieder raus. Soweit so gut. Nur plagt ihn seit ein paar Tagen Durchfall. Schwupps, Hose ausziehen und Body aufmachen, damit nichts passieren kann. Die Windel hält nichts. Wir haben eine riesige stinkende Kleckerei. Von Kopf bis Fuß und auch ich habe etwas abbekommen. Na könnt ihr schon ahnen was als nächstes passiert. Ja? Ich sehe einen Lieferwagen. DPD ist da. Jetzt? Neeeeein! Ich schnappe den Kleinen, öffne das Fenster und schreie „bitte einfach hinstellen“. Fenster zu, wickeln, Sauerei beseitigen und erledigt. Nein, nein, nein -so einfach ist es leider nicht. Auf meine Bitte folgt ein kurzes „ich nix verstehen“. Na prima, denke ich mir. Er schnappt mein Paket und kommt auf uns zu. Vollgeschmiert und wunderbar duftend nehmen wir mit einem Lächeln das Paket durch das Fenster an. Wir sind am Gipfel der Peinlichkeiten angelangt!

Schöne Grüße von hier oben,

eure Sophie