Mit den Alimenten lass ich es mir richtig gut gehen. Das Geld vom Kindsvater nehme ich her um wieder einmal auf den Putz zu hauen. Ich gönne mir die tollsten Schuhe, teuersten Klamotten und …

… die angesehensten Handtaschen. Aber am liebsten verprasse ich es auf Partys bei teurem Champagner oder Kaviar. Seit der Trennung lebe ich in vollkommenem Luxus. Mindestens einmal die Woche erlaube ich mir einen Shopping-Trip, aber natürlich dürfen regelmäßige Massage Termine, Frisörbesuche, Maniküre sowie Pediküre nicht fehlen. Seit kurzem habe ich auch einen Personaltrainer und einen Poolboy. Alles dank der lieben Alimente. Ach und endlich konnte ich mir auch mein Traumauto leisten! Ich kaufe mir alles mögliche, ohne mir über das Geld Gedanken machen zu müssen. Am meisten genieße ich das alltägliche Lebensmittel einkaufen. Einfach alles in das Einkaufswagerl legen und ohne schlucken zu müssen mit der Karte zahlen. Monatsende ist jetzt noch immer genügend auf dem Konto und somit kann ich auch wieder tolle Urlaube machen und richtig im Luxus baden. …

Eine Aussage wie sie wohl NIE eine Alleinerziehende Mutter tätigen würde. Und dennoch glauben viele Väter, dass die Mütter sich ihr eigenes Leben schön machen mit den paar Euros die sie für ihr Kind zahlen. Lächerlich!

 

Willkommen in der Realität

Mit den Alimenten kommen wir über die Runden. Das Geld vom Kindsvater nehme ich her um Windeln, Feuchttücher, Klamotten, Essen und mehr für das Kind zu kaufen. Ich gönne mir selten etwas für mich und wenn, dann mit meinem eigenen Geld. Noch nie verprasste ich Geld (weder mein eigenes, noch die Alimente) auf Partys bei teurem Champagner oder Kaviar. Seit der Trennung leben wir alles andere als im vollkommenen Luxus. Maximal einmal pro Monat erlaube ich mir einen Shopping-Trip, aber da werden zu 90% nur Klamotten für das Kind geshoppt. Luxusbehandlungen wie regelmäßige Massage Termine, Frisörbesuche, Maniküre sowie Pediküre kenne ich nicht. Seit kurzem habe ich einen Personaltrainer und einen Poolboy in meinen Träumen. Nur in meinen Träumen… . Ach und ich fahre immer noch mit dem alten Auto meiner Mama, weil einfach nicht genug Geld da ist! Ich kaufe mir nichts unüberlegt und rechne alles durch. Am meisten hasse ich das alltägliche Lebensmittel einkaufen. Nichts einfach in das Einkaufswagerl legen, sondern nur das was wir wirklich brauchen und dann schlucke ich trotzdem jedes Mal bei der Kassa. Und am Ende des Geldes hoffe ich, dass nicht mehr viel Monat übrig ist …

eure NICHT mit den Alimenten prassende
Sophie

 

20226308_10209887868856697_1856822867_o
„Lieber reich an Liebe als reich und ohne Liebe“ – Sophie Hauser [Fotos: Bianca Hauser]