Kennt ihr das schwarze Loch Phänomen? Ich kenn es nur all zu gut seit ich ein Kleinkind zu Hause habe, oder besser gesagt auf dem Rücksitz im Auto. Aber lest selbst:

Die Erklärung:

Wir fahren auf Urlaub. Alles ist gepackt. Okay, ich gebe zu, alles ist vielleicht ein wenig übertrieben, aber zumindest alles an das ich gedacht habe. Irgendwas vergisst man sowieso immer. Was allerdings keine Katastrophe ist. Außer man vergisst das Kind. Das wäre dann eine gigantische Katastrophe, aber ein grüner Ohrring, ein Rosenblüten Shampoo oder der weiße Gürtel mit den Glitzersteinchen, sind wirklich nicht lebensnotwendig.

Die Verpflegung während der Autofahrt ist es allerdings schon. Sie ist definitiv lebensnotwendig. Genau so, wie genügend Spielzeug. Also Stoffsackerl geschnappt und Mais-Sticks, Quetschies, Wasser, Tee und Unmengen an quitschenden und Lärm machenden Spielsachen hineingepackt. Ach und Kekse. Kekse dürfen nicht fehlen. Und Obst! Blaubeeren, Weintrauben, Marillen.
Zu bedenken ist außerdem, dass sich ausreichend Taschentücher sowie Feuchttücher in der näheren Umgebung befinden UND frische Windeln. Denn alles was reingeht will auch wieder raus. So die Theorie. Soweit – so gut …

… wir kommen der Sache schon näher

Die Fahrt beginnt. Das Kind quengelt. Nr.1 wandert in Richtung Rücksitz. Es sind Kekse. Es waren Kekse. Das schwarze Loch hat alles verschlungen. Nr. 2 folgt, dann Nr. 3. Es geht immer weiter. Über Stunden. Auch Spielzeug wird nach hinten gereicht. Weg. Es ist einfach weg. Nicht gegessen. Hoffentlich. Aber wie vom Erdboden verschlungen.

Kennt ihr das Phänomen auch?

Noch bevor die Fahrt zu Ende ist, ist mein Stoffsackerl leer. Und das Kind quengelt. Nach einer kurzen Pause habe ich wieder all das Spielzeug und sämtliche Essensreste aufgesammelt und die zweite Runde kann beginnen. Alles wandert nach hinten und kommt nicht mehr zurück. Verschlungen vom schwarzen Loch auf der Rückbank.

Möge das Ziel erreicht sein solange das Sackerl voll ist um das schwarze Loch zu füttern.
eure Sophie