In Step 1 und Step 2 ging es darum schrittweise den Müll zu reduzieren, heute geht es darum sich bewusst dem Thema Verschwendung zu widmen.

Konkret geht es um Lebensmittelverschwendung:

Hand aufs Herz. Jeder von uns hat schon die ein oder anderen Lebensmittel weggeschmissen. Sei es wegen dem Mindesthaltbarkeits Datum (… und nicht „sicher tödlich ab – Datum“ !!), Schimmel oder weil es niemand mehr wollte.

Wie kann man das ändern?

Anfangen tut es schon beim Einkaufen. Hier ist darauf zu achten was man kauft und wie lange es hält. Dabei sollte man sich immer vor Augen führen, wie oft man zu Hause isst, wie viele Personen da sind und was man in den nächsten Tagen kochen möchte.

Sehr hilfreich ist auch die Faustregen „zuerst das alte essen, bevor man etwas neues aufmacht“. Hier geht es vor allem um Aufstriche, Brot und Co. Denn ist das frische Brot erstmal aufgeschnitten, greift niemand mehr zum Brot vom Vortag. In kleinen Familien ist es oft sinnvoll Brot portioniert in das Gefrierfach zu legen und bei Bedarf in den Ofen geben, oder am Vorabend herausnehmen.

Das Gefrierfach ist gerade was dieses Thema betrifft sehr hilfreich. Sämtliches Gemüse kann man bevor es schlecht wird in kleine Würfel schneiden, einfrieren und zu einem Späteren Zeitpunkt für Supen, Nudelpfannen usw. verwenden. Auch Aufstriche, Milchprodukte, Fleisch und Wurst, kann man prima im Gefrierschrank lagern und man erhöht somit die Haltbarkeit um bis zu ein halbes Jahr. Richtig praktisch ist es auch fertige Speisen einzufrieren: Von Suppen, Eintöpfen, über Kuchen bis hin zu Spaghetti Saucen, Nudeln usw. kann man alles auch fertig gekocht und portioniert in den Gefrierschrank geben und wenn mal die Zeit knapp ist, freut man sich über „selbstgekochtes“ Fastfood.

Das heißt – Vorrausschauend denken!

Daten und Fakten

1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel werden im Jahr weggeworfen oder sind Verluste entlang der Wertschöpfungskette. Das ist rund ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel.

Europäerinnen und Europäer werfen zwischen 95 und 115 Kilogramm Essen im Jahr im Haushalt weg, vor allem Obst und Gemüse, obwohl ein Großteil noch genießbar wäre.

53 % aller weggeworfenen Lebensmittel gehen dabei auf das Konto der privaten Haushalte. 30 % landen bei Landwirtschaft und Produzenten im Müll, 12 % in der Gastronomie und 5 % im Handel.

Quellen: 
https://www.wien.gv.at/umweltschutz/abfall/lebensmittel/fakten.html
https://www.muttererde.at/fakten/

Ich kaufe vorausschauend, in kleinen Mengen (im Bioladen oder am Bauernmarkt) und versuche Lebensmittel die nicht mehr lange genießbar sind eher zu verbrauchen. Und bin ich einmal nicht zu Hause kontrolliere ich davor den Kühlschrank und lege wenn notwendig bald verderbliche Lebensmittel in den Gefrierschrank. 

nachhaltige Grüße,
eure Sophie