Ist eine vegane Kindheit verantwortungslos? Ist vegan zu sein eigentlich ökologisch und nahhaltig?  Warum sollte ich mich überhaupt vegan ernähren?

Wir leben vegan!

Ich (24J) lebe seit meinem 7. Lebensjahr vegetarisch. Damals aus eigener Entscheidung und gegen den Willen meiner Eltern. Über die Jahre hinweg wurde meine Einstellung immer mehr akzeptiert und toleriert. Vor einigen Jahren wagte ich den Versuch der komplett veganen Ernährung. Ein Jahr ernährte ich mich ausnahmslos pflanzlich, bis ich vor einem köstlichen Käse Buffet stand und nicht widerstehen konnte. Was mir jedoch aus dieser Zeit blieb, war der komplette Verzicht auf Eier (auch verarbeitet) und der Wunsch zu Hause großteils auf tierische Produkte zu verzichten. Vor einigen Wochen startete ich dann einen Online-Kurs zum Thema Vegane Familienernährung und bereits an Tag 2 wusste ich wieder, warum ich vegan sein wollte. Seit diesem Tag leben wir vegan und wir lieben es!

Du bist verantwortungslos! Dein armes Kind!

Mein Sohn ist gerade einmal 1,5 Jahre alt und er liebt das vegane Essen. Ich kann mich noch sehr gut an ein Event in Wien erinnern, wo er mich absolut überraschte. Für die Kinder gab es Mini Wiener Schnitzerl und ich wählte einen köstlichen Tofu-Salat. Da es zu Hause kein Fleisch gibt und ich ihm dennoch alle Türen offen halten wollte, dachte ich mir, ich lasse ihn ein Schnitzerl kosten. Zu meiner großen Verwunderung spuckte er das Fleisch angeekelt aus, als ob er genau wusste was es war. Stattdessen aß er mit großer Begeisterung meinen Tofu Salat ratz fatz auf.

Wie ihr seht, bin ich im Hinblick auf die Ernährung meines Sohnes nicht streng. Zu Hause gibt es nur ausgewogenes, veganes Essen, aber bei Oma oder Papa mache ich keine Vorschriften. Ebenso wenig in der Krabbelstube, im Kindergarten oder wenn er bei Freunden ist.

Davon abgesehen, finde ich eine rein pflanzliche Ernährung keines Falls verantwortungslos. Denn man kann sich auch als „Fleischesser“ mangelhaft ernähren und kritische Nährstoffe nicht ausreichend zu sich führen. Wer den Schritt wagt und sich und seine Kinder vegan ernähren möchte, der sollte sich gut informieren und auf eine ausgewogene, vollwertige Ernährung achten. (Das sollte aber grundsätzlich jeder so handhaben, nicht nur Veganer!)

Warum vegan sein gut für die Umwelt ist:

Mach doch ein kleines Gedankenspiel. Was wäre, wenn wir alle vegan leben würden?

Wir bräuchten weniger Wasser, würden weniger Wasser verschmutzen, wir hätten all die Flächen der Tierhaltung und Futterproduktion zur Verfügung, um pflanzliche Lebensmittel anzubauen. Es hätte einen wundervollen Einfluss auf den Klimawandel, da die Treibhausgase um ca. 50% reduziert werden könnten …

Hier ein paar Zahlen, Daten und Fakten als Unterstützung:

Laut der WWF-Studie „Der Wasser-Fußabdruck Deutschlands“, werden unglaubliche 15.000 Liter Wasser benötigt für 1 kg Rindfleisch. 

„Die Tierwirtschaft, und damit der Konsum tierischer Produkte, ist in hohem Maße für den Klimawandel verantwortlich. Je nach Studie werden ihr bis zu 51 Prozent der gesamten vom Menschen verursachten Treibhausgase zugeschrieben. Die Emissionen entstehen zum einen direkt durch den Verdauungsprozess oder die Ausscheidungen der Tiere. Besonders Wiederkäuer wie Rinder verursachen viel Methan, weshalb das klimarelevanteste Lebensmittel Butter, gefolgt von Rinderfleisch ist.“ [Quelle peta.de]

„Mehr als 70 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen werden für Tierhaltung und Futtermittel verwendet.“ [Quelle: peta.de]

„Wenn eine vierköpfige Familie eine Woche vegan isst, hat es den gleichen Effekt, als würden Sie 35 Wochen nicht Autofahren.“ [Quelle: Frauenzimmer.de / Footprint]

Ganz zu schweigen von den unzähligen Tier-Ethischen Faktoren:

„Einer Henne in Bodenhaltung, steht eine Fläche in der Größe von anderthalb DINA4 Blätter zur Verfügung.“ [Quelle: Frauenzimmer.de / Bundesministerium]

„Auf der Erde leben zur Zeit über 7 Milliarden Menschen. Wir schlachten jedes Jahr 65 Milliarden Tiere.“ [Quelle: Frauenzimmer.de / National Geographic]

„Wusstest Du, dass Kühe über ein Langzeitgedächtnis verfügen? Sie lernen voneinander, haben lebenslange Freundschaften und können sogar weinen. Normalerweise würden sie bis zu 30 Jahre alt werden – werden aber durchschnittlich mit 4,5 Jahren geschlachtet.“ [Quelle: 7-gute-gruende.de]

„Es gibt kein ‹Recht›, mit fühlenden Wesen gefühllos umzugehen.“ [Quelle: Eugen Drewermann, Ein Appell, Januar 2011]

„[…], kann eine Kuh, die über 50 Liter am Tag gibt, auch schon mal achtfache Mutter werden. Ohne jedoch jemals länger als einen Tag mit ihren Kindern zusammen gewesen zu sein, wird sie einige Jahre später zum Schlachthof transportiert, da irgendwann selbst die „beste“ Kuh „unrentabel“ wird.“ [Quelle: peta.de]

„Bis zum Alter von sechs Wochen dürfen Kälber ohne Betäubung enthornt werden. Das geschieht meist mit einem Brennstab.“ [Quelle: petazwei.de]

„Die sogenannten Eintagsküken werden direkt nach dem Schlüpfen vergast, erstickt oder geschreddert, denn männliche Küken sind für die Eierindustrie wertlos und ihre Aufzucht für die Fleischproduktion wäre nicht profitabel genug. Das gilt auch für Bio-Eier. Dieser Vorgang nennt sich „Sexen“.“ [Quelle: petazwei.de]

 


vegan athletes

Online Kurse – Hilfestellung auf deinem Weg in die vegane Ernährung

Kooperation. Auf vegan-athletes.com habe ich die 21 Tage Masterclass zu Thema „Vegane Ernährung – Dein Einstieg für dich und deine Familie“ absolviert und habe dadurch eine wundervolle Basis und ein gutes Grundwissen. Anna Maynert (Ernährungscoach) führt in drei Wochen durch alle wichtigen Themenbereiche und spricht z.B. über Warum vegan?, vegane Alternativen, Verpflegung in Kita und Schule, Beikost, Schwangerschaft, Stillzeit, Was tun wenn die Familie nicht vegan essen will?, Kritische Nährstoffe, Einkaufslisten und auch Rezepte! Zusätzlich zu den Videos kann man auch alles als PDF nachlesen.

ACHTUNG: Die online Kurse von Vegan Athletes sind erst ab 15.11.2017 verfügbar!

Absolut empfehlenswert!


Ich bin froh diesen Schritt gemacht zu haben und freue mich, diesen Weg mit vielen Gleichgesinnten gehen zu dürfen!

vegane Grüße,
eure Sophie