Alleinerziehend und ohne Arbeit – eine nicht gerade willkommene Kombination. Warum ich so sauer bin und dennoch stark bleibe und nicht verzweifle, könnt ihr hier lesen:

„Leider sehen wir uns veranlasst, das mit Ihnen eingegangene Dienstverhältnis aufzukündigen.“ Damit habe weder ich noch einer oder eine meiner wundervollen Kollegen und Kolleginnen gerechnet. Umso tiefer sitzt auch der Schock. Es war ein absoluter Traumjob, ich ging jeden Tag ausnahmslos gerne in mein Büro und habe meine Arbeit stets gewissenhaft und mit Herzblut erledigt. Grund der Kündigung war, dass meine Aufgabenbereiche extern vergeben werden.

Die Zeit tickt …

Dank der gesetzlichen Kündigungsfrist und der Tatsache, dass mich mein Arbeitgeber ab sofort vom Dienst freistellt, bleiben mir nun 6 Wochen bis zur tatsächlichen Arbeitslosigkeit. Natürlich möchte ich so schnell wie möglich wieder in das Berufsleben einsteigen, aber die Umsetzung sieht in Realität ganz anders aus. Stellen suchen, Bewerbungen schreiben und verschicken, auf eine Rückmeldung warten, selbst Nachfragen, auf den Vorstellungstermin warten, auf eine Entscheidung warten, warten, warten ….
Dieses warten in der Rolle des Arbeitsuchenden kann einen zermürben und kostet leider sehr viel Zeit.

Den Kopf nicht hängen lassen

Ich weiß was ich kann, ich mache meine Arbeit sehr gewissenhaft und mit viel Engagement. Kurzum: Ich liebe was ich tue!
Ich lasse den Kopf nicht hängen, weil ich weiß:

„Wenn sich eine Türe schließt, öffnet sich eine andere!“

Kollegen, Freund und Verwandte haben mich aufgebaut. Aussagen wie „verkaufe dich nicht unter deinem Wert“ oder „du wirst sehen, es hat alles seinen Grund“ oder auch „du findest bestimmt schnell wieder was“ haben mir Kraft gegeben.

Alleinerziehend – erschwert dies die Arbeitssuche?

Ich wurde, seit ich alleinerziehend bin noch nie abgelehnt aufgrund der Tatsache, dass ich alleinerziehend bin. Darüber bin ich sehr froh, ich weiß zugleich aber auch, dass es vielen anders ging und geht.

Geht es meinen Arbeitgeber überhaupt etwas an, dass ich mich alleine um mein Kind kümmere? 

Im Lebenslauf sein Kind bzw. seine Kinder anzugeben finde ich definitiv sinnvoll und würde ich mir an Stelle des Arbeitgebers auch wünschen zu wissen. Allerdings gebe ich nicht an alleinerziehend zu sein, warum auch? Bei meinem letzten Bewerbungsgespräch (diesen Job habe ich dann auch bekommen) wurde ich gefragt ob ich verheiratet bin. Ich verneinte die Frage und fand es in dieser Situation passend anzugeben, dass ich eben alleinerziehend bin. Ein Problem stellte dies allerdings nicht dar.

Kein Unterschied

Ich habe während mein Sohn in der Krabbelstube ist, die Möglichkeit einer Beschäftigung nachzugehen. Würde ich noch mit dem Vater meines Sohnes zusammenleben, wäre dies nicht anders. Wenn mein Sohn krank ist oder sich verletzt hat dann kann ich, die Oma oder auch der Papa in Pflegeurlaub gehen. Also auch hier ist kein Unterschied zu erkennen! Wenn ich mal auf eine Messe muss oder an einem Nachmittag einen geschäftlichen Termin habe, dann kann auch immer wer aushelfen! Sei es der Papa, die Großeltern, die Godi, Tanten oder Onkeln. Also warum sollte jemand eine verheiratete Mutter einer alleinerziehenden Mutter vorziehen?

Wo ein Wille da ein Weg!

 

Ich werde auch am laufenden halten wie es mir bei der Jobsuche geht!
Bis hoffentlich bald wieder mit Job,
eure Sophie