Paris die Stadt der Liebe, romanisches Picknick unter dem Eiffelturm und ein traumhafter Ausblick vom kleinen Hotel Balkon. Noch ein bisschen Baguette, Croissant und französischer Akzent – und fertig ist die Traumvorstellung von Paris!

Der erste Eindruck – Frankreichs Autobahnen

Wir waren gerade mit dem Auto unterwegs von Belgien Richtung Paris. Plötzlich saßen wir geschockt da und schauten uns ungläubig an. Es war, als wären wir in einem Drittland aber definitiv nicht mitten in der EU. Die Autobahn war so dermaßen verschmutzt, dass sich der Dreck und Abfall an den Seiten stapelte. Büsche und Bäume wurden wohl auch noch nie geschnitten und vor lauter Schock habe ich total vergessen ein Foto zu machen. Einfach unvorstellbar!

Unser neuer bester Freund – der Googletranslator

Kurze Zeit später erreichten wir Meaux, einen Vorort von Paris. Meaux (Mo ausgesprochen) hat eine wirklich entzückend Altstadt, eine gute Zugverbindung nach Paris und ist nicht weit weg vom Disneyland. Wir nächtigten jedoch in einem anderen Viertel von Meaux. In einem schmutzigeren, liebloseren und weniger gepflegten Teil.
Am Tag unserer Ankunft suchten wir hungrig nach einem Restaurant und fanden gleich um die Ecke einen netten „Italiener“. Höflich fragten wir auf Englisch ob wir in Englisch bestellen dürften. Ein einfaches „No!“ war die Antwort. Auch italienisch brachte nichts. So saßen wir am Tisch mit Speisekarte und Googletranslator und versuchten das richtige Essen zu bestellen.

Das Gerücht, dass Franzosen kein Englisch sprechen schien für mich immer etwas überzogen und nicht zeitgerecht. In Frankreich wurden wir jedoch eines besseren belehrt. Trotz der Tatsache, dass es in den Schulen in Frankreich Englischunterricht gibt, wehren sich die Franzosen englisch zu sprechen.
rpt

Paris wir kommen!

Aber Paris wird doch bestimmt wieder einiges gut machen, oder?
Wir kauften uns in einem kleinen Supermarkt Oliven, Falafel, frisch gepressten Orangensaft und machten uns auf dem Weg zum Eiffelturm. Irgendwo zwischen Baustellengitter und einer komplett verdreckten Wiese suchten wir uns einen ach so romantischen Platz zum Picknicken. Das Essen war zumindest lecker.
dav

Von Taschendieben bis Polizeisperren

Gut gestärkt machten wir uns auf den Weg zum Champs Elysees, wo wir auch so einiges erlebten. Zuerst war die Hälfte von der berühmten Einkaufsstraße gesperrt und unzählige schwerbewaffnete Polizisten liefen herum. Wieso, das wissen wir bis heute nicht! Dann machten wir es uns auf einer Parkbank gemütlich. Drei aufdringliche asiatische Frauen rutschten sehr knapp zu uns. Freundlicherweiße wies uns ein Kellner des Restaurants hinter uns, sowie die anderen auf der Parkbank darauf hin, dass es sich dabei um „pickpockers“ handeln würde und wir aufpassen sollen. Aber dank meines etwas panischen Elternhauses in dieser Hinsicht, wurde mir schon von klein auf eingeimpft die Wertsachen immer nahe am Körper zu tragen und gut darauf aufzupassen. Also passten wir gut auf und beobachten die Frauen die mittlerweile ja schon fast an uns klebten. Als wir uns dann wieder auf den Weg machten, wohlgemerkt inklusive unserer Wertgegenstände, vertschüssten sich auch diese Damen, sichtlich angefressen.

Die Rettung – der Eiffelturm

Stefan, meine bessere Hälfte, wollte noch auf den Eiffelturm. Also alles wieder zurück und rauf mit uns. Trotz unserem mit Essen gefülltem Buggy, schafften wir es durch die erste Sicherheitskontrolle. Direkt unter den Eiffelturm kann man ohne Bezahlung und es ist wirklich atemberaubend. Aber das war uns nicht genug! Wir wollten nach oben. Nach kurzer Wartezeit kauften wir uns Karten für den Lift in den Second Floor (also nicht in den Top Floor) und dann standen wir schon ein Weilchen beim Lift an. Die Sonne knallte herunter und es gab keine Sitzmöglichkeiten – aber jetzt hieß es durchhalten. Dann ging es endlich hinauf und es war traumhaft. Schnell verließen wir den 2nd Floor und machten uns mit Kind und Buggy über die Stufen auf den Weg nach unten in den 1st Floor wo es einen kleinen Supermarkt und ein Restaurant gab.
Bei traumhafter Aussicht, überraschend wenigen Leuten und netten Sitzgelegenheiten genossen wir die Reste unseres Picknicks, gönnten uns ein Eis und stießen mit einem Gläschen Sekt an.
Ein überraschend gelungener Abschluss unseres ersten Tages in Paris.

Was in Frankreich noch so am Plan stand:

Den nächsten Tag verbrachten mein Sohn und ich allerdings krank im Bett und hofften auf ein Wunder, denn für die beiden nächsten Tage hatten wir große Pläne.

Disneyland und Walt Disney Studios standen am Programm, aber dazu bald mehr.

Ach und zur Krönung unseres Paris Aufenthaltes bekam auch noch mein am Hotelparkplatz geparktes Auto eine Delle ab. Die Rezeptionisten vom Ibis Style Hotel hielten uns entweder hin mit einer Lösung, wussten von nichts oder verstanden und sprachen kein Wort English. Ibis Style Hotels – einmal und nie wieder.

Eure enttäuschte Sophie