Werbung| Wir durften das Familienhotel Kreuzwirt in Weissensee – Kärnten – testen, welches zu den Kinderhotels gehört. Da mir Sophie schon oft von diesen Hotels vorgeschwärmt hat, war ich natürlich schon sehr gespannt was mich erwartet

… und inwiefern sich ein Kinderhotel von “normalen” (Familien-) Hotels unterscheiden würde.
Ganz wichtig ist es mir auch gleich von Anfang an zu erwähnen, dass das Familienhotel Kreuzwirt bio-zertifiziert ist, aber darüber später mehr.

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Besichtigungstour zu den Pferden und Kühen und wieder zurück zum Hotel …

Anreise

Nach anstrengender Anreise, unser Zwerg hatte beschlossen seinen Mittagsschlaf auf geschätzte drei Minuten zu reduzieren und war dementsprechend gelaunt, gab es schon beim Zufahren eine Menge zu sehen: ein bäuerlich anmutender Gebäudekomplex mit viel Natur rundum, davor ein Spielplatz, der für Groß und Klein etwas zu bieten schien und ein einladender Hoteleingangsbereich mit Glasfront mittendrin.

Erster Eindruck vom Hotel

Wir gingen also erstmal zur Rezeption, wo wir freundlich empfangen wurden und uns die Dame auch gleich eine grobe Hausführung anbot um uns einen Überblick zu verschaffen.

Wir waren im zweiten Stock einquartiert, ohne WLAN (oder mobilem) Empfang auf den Zimmern, persönlich ärgerlich muss ich zugeben, aber wahrscheinlich gut für das Familienklima und auch genau so vorgesehen. Unter uns, im ersten Stock, war der Wellnessbereich, kein Problem also mit den Badesachen direkt ins Schwimmbad zu gehen. Darunter, im Erdgeschoss,  befindet sich ein Hintereingang, durch den wir unser Gepäck bequem, nur wenige Meter vom Auto, holen konnten. Mit dieser Lage könnten wir Glück gehabt haben, für mich als Packesel war es jedenfalls sehr erfreulich.

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Unser kleines aber feines Zimmer 🙂

Das Zimmer selbst war für mich ohne merkbare Mängel, naturnah und mit viel Holz eingerichtet, großes Doppelbett für uns, Gitterbett für unseren Kleinen, ein großzügiger Wandschrank, neben dem Bett noch eine Couch mit Tischchen und zwei Stühlen und dazu noch ein Balkon mit Aussicht ins Grüne. Im kombinierten Bad/Klo war für Kinder vorgesorgt; Schammerl, Kinderklobrille, Topferl,… und auch eine von Sophie immer heiß begehrte Badewanne war uns vergönnt.
Lediglich etwas schade ist es immer, wenn es zwar eine Wickelauflage, aber keine fixe Wickelkommode gibt. Auch wenn unser Zwerg schon aufs Klo geht, so war ich doch immer froh das Baby nicht auf der Couch wickeln zu müssen. Darum fährt man ja auch in ein Kinderhotel und gibt sich nicht mit einer normalen Unterkunft zufrieden.

Essen und Trinken

Viel Zeit zur Analyse unseres Zimmers hatten wir aber nicht, Kaffee- und Kuchenbuffet waren uns bereits an der Rezeption schmackhaft gemacht worden.

Alle Mahlzeiten funktionieren eigentlich nach einem super durchdachten System, weil uns das allerdings niemand erklärt hat, brauchten wir ein bisschen um dahinter zu kommen.

Tolle Frühstücksauswahl gibt‘s vom Buffet, Extrawünsche werden zu allen Zeiten von den  Kellnern erfüllt, mittags Salat vom Buffet, für Kids auch Warmes, nachmittags Kaffee- und Kuchen ebenfalls vom Buffet. Am Abend war Salat und Suppe auch am Buffet zu holen, das dreigängige Menü hat man bereits beim Frühstück ausgewählt, wobei man sich dabei aus drei verschiedenen (davon mindestens einer vegetarischen) Speisen entscheiden konnte, und wird vom Kellner genau so gebracht, dass auch die Kleinen nie auf ihr Essen warten müssen. Für die Kleinen gab es dafür immer ein extra Kinder Gericht, welches zur gewünschten Zeit serviert wurde. Und da Käse bekanntlich den Magen schließt, gab es nach dem Essen auch noch die Möglichkeit sich etwas vom Käsebuffet zu holen … (Also wer dann noch Platz hatte)

Vegetarische, laktose- oder glutenfreie Kost wurde uns bereits im Willkommensfolder versprochen, aber auch auf Sophie‘s Wunsch vegan zu Essen, wurde anstandslos eingegangen und sie bekam jeden Tag Vor-, Haupt- Nachspeise, wobei ich gerade von letzterem schwerstens begeistert war und ein großes Lob an den Koch aussprechen muss.

 

Auf die vorher schon angesprochene Bio-Zertifizierung möchte ich hier noch einmal genauer eingehen. Das Familienhotel Kreuzwirt ist das ERSTE biozertifizierte Kinderhotel Europas und bietet ausgewählte Speisen bio und oftmals direkt aus der Region oder gar vom eigenen Hof an. Das geht von der Marmelade, der Teebar, dem Käsebuffet, vielen Kuchen bis hin zu den meisten Zutaten des Menüs am Abend.

Da wir auch zu Hause versuchen regional und soweit es geht (was leider sehr schwierig ist) plastikfrei zu leben, war ich von dieser Zertifizierung sehr begeistert und finde dies einen wirklich tollen Schritt. Mit gutem Gewissen das Essen und den Urlaub mit Kids genießen können, dass macht dem Kreuzwirt-Team so schnell keiner nach.

Angebot

Dass das Hotel Kreuzwirt als Teil der Kinderhotels für eben diese ausgestattet ist, war mir natürlich klar, wie komfortabel und entspannend das aber in der Praxis ist durfte ich hier erfahren. Gerade die Kleinigkeiten (Lätzchen, Kinderbecher und -Besteck, Elternküche, Wickelauflage, uvm.) können einem wo anders schnell die Stimmung und damit womöglich den ganzen Urlaub vermiesen.

Natürlich fanden auch die „großen“ Dinge (450 m² große Indoor – Kinderwelt mit ausgebildeten Betreuerinnen, 4.500 m² großer Abenteuerspielplatz, Tischfußball, Air-Hockey & Tischtennis oder der Streichelzoo) großen Anklang bei unserem kleinen König.

Badebreich

Ein optisches Highlight des ganzen Hotels ist definitiv der Wellness- und Badebereich, der ebenso wie die Zimmer aus viel Holz gestaltet ist. Wellnesstasche mit Handtüchern und Liegenauflagen stehen für alle Gäste im Zimmer bereit und warten darauf benutzt zu werden.

Da uns der Wettergott leider nicht sonderlich wohlgesinnt war und der kleine Mann zudem eine geborene Wasserratte ist, verbrachten wir einen Großteil der Zeit auch hier. Ein Whirlpool, ein Kinderbecken mit kleiner Rutsche, ein Außenbecken, ein Fitnessraum, ein Ruhe-Areal und zahlreiche Saunen (die Saunalandschaft wurde erst im Mai 2018 erweitert) sowie verschiedenste Massageangebote sind geschickt um ein naturbelassenes Badebiotop arrangiert.

Vor allem, da es draußen schlechtes Wetter und niedrige Temperaturen hatte, war für meinen Geschmack die Wasser- und Raumtemperatur im Kinderbereich deutlich zu niedrig. Das hat zwar unseren Knirps von nichts abgehalten, mich aber immer wieder in die daneben liegende Dusche zum Aufwärmen gedrängt. Gerade dort, wo Kinder im Wasser oder auch außerhalb des Beckens herumtollen, hätte ich mir wohlige Wärme und nicht nur erträgliche Temperaturen gewünscht.

Außenbereich

Ein paar mal haben wir uns dann aber doch nach draußen getraut um ein bisschen Landluft zu schnuppern. Auch dort gibt‘s für Kids, besonders auch für ältere, unzählige Möglichkeiten sich auszutoben, während die Eltern ein bisschen urlauben können. Leider hat uns auch hier das Wetter relativ eingeschränkt, trotzdem konnten wir einige Abenteuer erleben, egal ob beim Pferde-Reiten (natürlich mit Helm und in Begleitung des Personals), Kühe zählen oder Schafe streicheln, Babyboy war immer Feuer und Flamme.

Unser Fazit

Stefan:
Wir haben diesen Urlaub vollkommen der Erholung verschrieben und dementsprechend ein riesiges Sortiment an Möglichkeiten ungenutzt gelassen. Trotzdem hat uns das Familienhotel Kreuzwirt sehr angetan und aus kulinarischer Sicht war dies einer meiner Top-Urlaube.

Sophie:
Leider konnte ich diesen Urlaub aufgrund meiner Hypermesis Gravidarum (schwere Schwangerschaftsübelkeit) nicht ganz so genießen wie ich es mir gewünscht hätte. Trotz alledem konnte ich mich gut erholen, musste mir keine Gedanken ums Einkaufen, Kochen oder Abwaschen machen – einfach aufraffen, zum Tisch gehen und das köstliche, regionale, Bio-Essen so gut es ging genießen. Und da darf ich wirklich ein großes Lob an die Küche richten!
Wenn ich mich im Zimmer ausrasten musste, waren meine zwei Männer nie weit weg. Entweder fand ich sie einen Stock tiefer im Badebereich oder zwei Stockwerke tiefer im Spielbereich. Das ist schon wirklich toll an Kinderhotels, dass man alles was man braucht im und um das Hotel vorfindet.
Zu bemängeln gibt es wohl überall etwas, so auch hier. Bei der etwas zu niedrigen Wassertemperatur (vor allem was das Whirlpool betrifft) muss ich mich Stefan anschließen, auch den relativ weiten Weg von unserem Tisch bis zum Buffet muss ich etwas kritisieren (ich genieße es einfach, wenn ich mein Kind immer im Auge haben kann, egal ob er kurz am Tisch wartet oder sich selbst einen Apfel vom Buffet holt) und hin und wieder fehlte mir die Liebe zum Detail (so hätte eine Veganerin am Nachmittag auch gerne einen Kuchen oder etwas vergleichbares bekommen …).
Aber alles in allem war es ein schöner Urlaub und wir würden definitiv wieder kommen, auch deswegen weil es rund um den Weißensee noch so viel zu entdecken gibt!

Ob es unserem Babyboy auch so gefallen hat, können wir nur erahnen, aber die Tatsache dass er nun, ein paar Wochen später, immer noch gelegentlich von der Elefantenrutsche erzählt, spricht eigentlich für sich.

Noch mehr Infos zum Hotel Kreuzwirt in Kärnten (Österreich) findet ihr übrigends HIER!

Euer Stefan und eure Sophie 🙂

cof
Es sind die kleinen Dinge die den Unterschied machnen!