Stillen ist eine der natürlichsten Sachen der Welt und dennoch reicht dein Busen alleine nicht aus. Diese 10 Dinge sollte sich jede Stillmama und die die es noch werden wollen besorgen!

Still BH

Keines Falls würde ich auf den Still BH verzichten wollen. Still BH´s bekommt man heut zutage schon fast überall, sie sind super bequem und vor allem praktisch. Mit einem Klick kann man eine Seite wegklicken und der andere Busen hat trotzdem noch guten Halt und ist bedeckt.

Still Klamotten

Es muss nicht zwingend Still Mode sein, aber es ist schon hilfreich, wenn man zum Beispiel einen Schlafanzug mit Knopfleiste wählt, oder weite T-Shirts die man entweder hinauf oder hinunter ziehen kann.
Für mich persönlich waren die „Still-T-Shirts“ dennoch ihr Geld wert. Es ist einfach unkomplizierter und das war mir mit einem schreienden, hungrigen Kind am Arm immer wichtig. Es muss schnell gehen und ganz nackt möchte ich auch nicht in der Öffentlichkeit sitzen.

Stilleinlagen

Die lieben Stilleinlagen – die einen brauchen sie die anderen nicht. Aber es schadet nicht, dir schon vor der Geburt eine Packung davon nach Hause zu tragen. Stell dir vor dein Kind fängt zu schreien an und auf einmal schießt dir die Milch ein. Dann sitzt du da, mit nassem Top und fängst dir bestenfalls noch eine Verkühlung ein.
Bei den Stilleinlagen kannst du zwischen Einweg oder Mehrweg (waschbar) entscheiden. Ich hatte beide – Mehrweg für zu Hause und Einweg für unterwegs. Bei den Einweg-Stilleinlagen habe ich vor allem die Klebestreifen auf der Rückseite toll gefunden, da sie Einlagen so kaum verrutschen. Vor allem im Sommer mit leichteren Tops hat man sonst schnell mal die Ränder gesehen – tja, und wenn die irgendwo sind sieht das ziemlich komisch aus!

Stillkissen

Das Stillkissen – dein Begleiter für Schwangerschaft & Stillzeit.
Ich habe mir mein Stillkissen schon während der Schwangerschaft gekauft und damit geschlafen. Als Polster für den Kopf, Stütze für den Bauch und unten zwischen den Beinen wieder eingezwickt damit meine Wirbelsäule schon gerade liegt. Damit konnte ich wirklich gut schlafen und es war total entspannend und entlastend.
Unterwegs geht es auch ohne Stillkissen, aber zu Hause habe ich die Vorteile dieses mega Kissens schon sehr genossen. Außerdem hast du, wenn du ein wenig geübt bist mit dem Stillkissen auch schnell mal eine Hand frei und kannst ein Buch lesen, einen Schluck Wasser trinken (ganz wichtig: viel trinken während der Stillzeit!) oder was auch immer.

Topfen (=Quark)

Topfen im Österreichischem und Quark im Deutschen – zwei Namen aber ein und das selbe Produkt. Das Kuhmilchprodukt wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und abschwellend und ist somit das perfekte Hausmittel für die „Erstversorgung“ von Brustentzündungen. Also Topfen kaufen, in den Gefrierschrank geben und hoffen, dass du ihn nur zum Essen und nicht für deine Brust brachst. Aber stell dir mal vor, du liegst zu Hause, es ist Samstag Abend, alle Geschäfte haben gerade geschlossen und deine Brust fängt an sich zu entzünden. Also Topfen raus, auftauen lassen und ca. 1-3 cm dick auf ein Baumwolltuch streichen und auf die Brust legen (Eine Lage Stoff sollte zwischen Brust und Topfen sein). Bis zu 3x täglich und etwa für 20 Minuten kannst du den Topfenwickel wiederholen.
Aber lass deine Entzündung auch unbedingt von deiner Hebamme oder deinem Arzt abklären!

Milchpumpe

Du möchtest flexibel sein oder musst bald wieder arbeiten gehen? Dann ist eine Milchpumpe ideal für dich. Davon abgesehen, dass die Brüste nach einiger Zeit schmerzhaft danach schreien geleert zu werden, so können kurze Zeiten mit einer Pumpe doch problemlos überbrückt werden. Hier gibt es grundsätzlich zwei verschiedenen Arten: die Händischen und die Elektrischen.
Ich hatte eine Elektrische und kam mir vor wie eine Milchkuh. Es war kein schönes Gefühl und das Geräusch dazu – furchtbar. Dieses Mal werde ich mich eher für eine manuelle Pumpe entscheiden! Aber das muss jeder für sich entscheiden!

Milchbällchen & Wasserkrug

Bei manchen funktioniert der Milcheinschuss problemlos, bei anderen lässt er etwas auf sich warten oder bracht ein bisschen Mithilfe. Wenn dein Körper von Schwangerschaft und Geburt sehr geschwächt und „leer“ ist, so können zum Beispiel Milchbällchen helfen. Das sind kleine Energiekügelchen (Rezepte findet ihr in Unmengen im Internet) die du dir ganz einfach selbst machen kannst und immer mal wieder naschen kannst. Oft vergisst man auf sich selbst oder kommt einfach nicht dazu im Wochenbett auch noch für sich selbst ausgewogen zu kochen. Milchbällchen geben dir dann die nötige Energie zurück! Ach und vergiss nicht auf das Trinken. Vor allem während dem Stillen ist es wichtig viel zu trinken. Einige Frauen merken es selbst, dass der Mund ganz trocken wird und sie durstig werden, wenn das Kind an der Brust trinkt. Also am besten immer eine Wasserflasche einpacken und zu Hause Krüge aufstellen.

Flascherl & Milchpulver

Wenn man stillen will, braucht man kein Flascherl oder Milchpulver!
Meiner Meinung nach ein großer Irrtum. Ich bekam den Tipp in meiner ersten Schwangerschaft, dass ich mir zur Sicherheit alles besorgen sollte. Aus allerlei Gründen: es nimmt den Stress, falls es mit dem Stillen nicht gleich funktioniert, du hast etwas zu Hause falls plötzlich deine Milch weg ist, du eine starke Entzündung bekommst oder du gar aus medizinischen Gründen nicht mehr weiter stillen darfst (zB.: bei Einnahme gewisser Medikamente).
Bei mir war es zum Beispiel der Fall, dass mein Milcheinschuss ganze 10 Tage auf sich warten lies, aber mein Kleiner musste wegen seiner Gelbsucht viel trinken. Also was tun? Ich legte mein Kind an beiden Seiten an (um die Milchproduktion voran zu treiben), gab ihm dann ein Flascherl und pumpte noch beide Seiten zusätzlich ab (es kam zwar nichts oder ganz wenig, aber auch das kurbelt die Produktion stark an). Es war ein harter Kampf, der sich am Ende aber lohnte!

Spucktücher

Irgendwann hat dein Baby genug getrunken und möchte aufstoßen, nicht selten passiert es, dass dann ein wenig (oder manchmal auch ziemlich viel) wieder heraus kommt. Zumindest der alt bekannte „Sabber“ rechtfertigt schon einen großen Berg an Spucktücher. Egal ob Still- oder Flaschenkind, jede Mama sollte genügend Spucktücher zu Hause haben. Außerdem sind diese Stofftücher wahre Alles-Könner. Sonnenschutz, Unterlage, Handtuch, Kuscheltier und vieles mehr!

Geduld

Sei geduldig. Irgendwie ist es in unseren Köpfen so verankert, dass das Baby da ist und die Milch fließt. Dies ist aber nur in den seltensten Fällen wirklich so. Es kann mehrere Tage dauern, bis die Milch wirklich einschießt und das Baby gut versorgen kann. Stress ist dabei tödlich. Also freunde dich mit diesem Gedanken an und mach dir und deiner Brust keinen unnötigen Stress. Notfalls kannst du ja immer noch zufüttern mit der Flasche. Im Krankenhaus kannst du nach einer Stillberaterin fragen und auch deine Hebamme unterstützt dich gerne und zeigt dir wertvolle Tipps!

Hast du noch Tipps oder Erfahrungsberichte? Dann lass doch ein Kommentar da! Ich freu mich drauf.

Ich wünsche dir eine wundervolle und vor allem problemlose Stillzeit!
deine Sophie