Werbung| Als ich im Frühling den Sitz vom woom 1, dem Laufrad von Leonidas, höher stellen wollte bemerkte ich, dass dieser bereits auf Anschlag war und somit bald zu klein sein würde.

Laut Produktbeschreibung ist das woom 1 für Kinder von 1,5 – 3,5 Jahre, die zwischen 82 und 100 Zentimetern groß sind. (Mehr Infos dazu findet ihr im Beitrag Woom bike – Laufrad im Test)
Dass auch das nächste Bike ein woom sein muss war nach unserer bisherigen Erfahrung fast schon selbstverständlich und ich dachte zuerst an das woom 1 PLUS, die größere Laufradversion vom woom1. Oder aber ist er schon bereit für ein Kinderfahrrad mit Pedalen?

Ready to radl?

Wenn dein Kind bis jetzt mit dem Laufrad gefahren ist und du wissen willst ob es bereit ist für ein “Tretrad”, dann gibt es dafür eine ganz simples Indiz: Läuft der Kleine nicht mehr, sondern gleitet stabil dahin, dann ist die Motorik ready.

Leonidas hat gegen Ende seiner Laufrad-Ära fast schon frech beim Fahren einen oder gar beide Füße auf das Trittbrett gegeben und ist dabei lässig an uns vorbei gedüst.

Wir hatten also gar keine Bedenken mehr und für mich war klar, unser Großer braucht ein neues woom und er ist bereit für ein “echtes” Fahrrad. Logische Entscheidung: Zum 3. Geburtstag wird es für Leonidas das woom 2 geben. Diesmal in sattem gelb, mit dazu passendem Helm, da auch der rote vom woom 1 vor allem in Kombination mit Haube an seine Grenzen kommt.

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Mega Geburtstagsgeschenk zum 3. Geburtstag: Ein Fahrrad mit dazu passenden Handschuhen und Helm!

Stützräder haben wir kategorisch ausgeschlossen, wir wollten ihm nichts wegnehmen müssen, wenn wir das Gefühl hätten er braucht sie nicht mehr. Um ihm keine Angst zu machen, haben wir den Sitz so weit nach unten gestellt, dass er mit beiden Füßen gut am Boden stehen konnte. Außerdem baten wir ihm die Möglichkeit, solange er sich unwohl auf dem Großen fühlt, einfach mit seinem kleinen Rad weiterfahren zu können. Jedoch hat es nicht lange gedauert bis er selbst den Umstieg forderte. Zu unseren ersten Versuchen gibt es später mehr.

Bestellt – geliefert – gebaut

Also gleich im Online-Shop mitsamt allerlei nützlichen Zubehör bestellt und ratz fatz hatten wir das Paket zu Hause.

Wir haben unser woombike übrigens mit Helm (ganz klare Empfehlung von uns!), Glocke, Schutzblechen, Seitenständer und Reflektoren aufgemotzt, damit sind wir sogar verkehrssicher unterwegs, sollten wir uns mal zu später Stunde auf eine Straße wagen.

Es war nebenbei bemerkt etwas schwierig Leonidas zu erklären warum zwei Wochen vor seinem Geburtstag ein großes Paket mit dem selben Zeichen wie auf seinem Laufrad (Kindern fällt aber auch alles auf…) bei uns zu Hause ankommt. Zum Glück sind Eltern sehr ideenreich und Kleinkinder noch ausreichen leichtgläubig und so konnten wir seine Unwissenheit auch bis zum Geburtstag wahren.

Am Abend nachdem der Kleine schon schlief machte ich mich ans Zusammenbauen.

Dank super illustrierter Anleitung und selbsterklärenden Beschriftungen (sogar auf den Pedalen steht jeweils “L” und “R”) was das also eine Kleinigkeit für mich Ikea-geplagten Bastler.

Der Zusammenbau erfordert übrigens kein eigenes Werkzeug und ist mit wenigen Handgriffen erledigt, ein Kinderspiel im wahrsten Sinn des Wortes.

Erste Erfahrungen

Leonidas war total begeistert von seinem neuen Radl, der Helm musste sofort auf und kam auch den ganzen Tag nicht mehr herunter.

Trotz Schlechtwetter haben wir uns noch eine Runde Probefahren raus gewagt.

Natürlich noch mit permanenter Stütze von Mama oder mir, aber doch schon sehr selbstständig, fuhr Leonidas eine komplette Runde um unseren Hof.

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Foto unserer ersten Ausfahrt! Wir nutzten die Regenpause für eine kleine Runde, natürlich mit ständiger Unterstützung von Mama.

So sollte es auch die nächsten paar Wochen bleiben, Leonidas radelt dahin, wir laufen gebückt und ihn mit beiden Händen unter den Achseln stützend oder das Lenkrad haltend hinterher. Nicht sehr schonend für den Rücken, ich geb’s zu, aber effektiv.

Denn, es war erst unsere dritte oder vierte Ausfahrt da habe ich mich das erste mal getraut die Hände ein paar Zentimeter wegzunehmen. Immer in Griffweite lief ich also wie Quasimodo neben dem Bike her und sah voller Begeisterung wie Leonidas immer weitere Strecken ganz alleine fuhr.

Um ihn nicht vom “großen” woom 2 abzuschrecken, habe ich ihm anfangs den Sitz sehr niedrig eingestellt (in etwa so hoch wie auf dem Laufrad) damit er alleine aufsitzen und jeder Zeit den Boden berühren kann.

Da auch das woom 2 nur unglaubliche fünf Kilogramm wiegt, fiel dem kleinen Kerl das generelle Handling sowieso nicht schwer.

Sukzessive haben wir dann den Sitz erhöht, bis wir die optimale Fahrhöhe erreicht haben. Dabei kann er den Boden nur mehr mit den Zehenspitzen beziehungsweise einem Fuß erreichen und beim Treten die Füße fast aus-, jedoch nicht überstrecken.

Diese Position kann aber einem Radfahranfänger Angst machen, weil man das Rad dabei nur schwer unter Kontrolle hat und dann ist der Spaß vorbei bevor er überhaupt angefangen hat.

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Sukzessive haben wir dann den Sitz erhöht, bis wir die optimale Fahrhöhe erreicht haben.

Mitlaufen? Nicht lange!

Nach wenigen Wochen fuhr Leonidas dann zwar super allein mit dem Rad, das Aufsteigen und Losfahren wollte aber nicht recht klappen.

Anfangs lief ich also brav neben dem Rad her, gab Tipps, soweit mein Atem das zuließ und war verblüfft wie sehr mich der Kleine auf Geschwindigkeit halten kann.

Irgendwann, ich saß gerade beim Terrassentisch, schnappte sich Leonidas sein woom 2 und düste los.

Im Nachhinein ist mir dann aufgefallen, dass unsere Terrasse etwas abschüssig ist und ihm das Losfahren daher dort viel leichter fällt.

An diesem Tag habe ich dann mein eigenes Fahrrad aus dem Keller und den Helm vom Kasten (Vorbildfunktion!) geholt. Mittlerweile kommt man ihm ohne eigenem Fahrrad kaum noch hinterher ….

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Unglaublich wie schnell er den Dreh heraußen hatte  – so einfach geht Radfahren lernen mit woom!

upCYCLING

Wer sein woom nicht weitergeben kann oder möchte und weiß, dass er immer wieder ein neues brauchen wird, der kann sich im Shop einmalig eine upCYCLING Mitgliedschaft (zurzeit €47,- im Shop) erwerben.

Diese gilt lebenslang und erstattet dir 40% des Kaufpreises für dein altes woom zurück, sofern es nicht älter als zwei Jahre und fahrtüchtig ist und du dir das nächstgrößere woom kaufst.

Nähere Infos zur upCYCLING Mitgliedschaft findet ihr HIER.

Unsere wooms werden aber definitiv auch noch für die kleine Schwester aufgehoben und vielleicht auch noch für nachfolgende Generationen. Obwohl das Laufrad, egal ob Sommer oder Winter, fast jeden Tag im Gebrauch war, sieht man ihm noch keinerlei Abnützung an – und schon überhaupt nicht in Sachen Funktion.

cof
Leonidas liebt sein gelbes woom 2 und seine Schwester wird es später vermutlich genau so sehr nutzen!

Unser Fazit

Woom hat uns mit dem woom 1 begeistert und das haben sie mit dem woom 2 nur bestätigt.

Ich möchte nochmal das tolle Design, die Leichtigkeit (andere Räder wiegen teilweise das doppelte bis dreifache), das übersichtliche Produktportfolio und die einfache Abwicklung bei Bestellung, Versand und eventuellen Rückversand hinweisen.

Leonidas liebt seine woom Bikes und wir auch. Denn aufgrund des geringen Gewichts kann man sie bei Erschöpfung der Kids (kann am Anfang mal vorkommen) selber tragen oder die Kinder schieben sie einfach nach Hause. Und natürlich sind die Lauf- oder Fahrräder auch schnell in den Kofferraum geräumt und können überall hin mitgenommen werden.

Aber das beste ist, dass die Fahrräder von vorne bis hinten KINDERfahrräder sind! Bei der Entwicklung wurde genau darauf geachtet was Kinder brauchen und was am besten für die Kleinen ist. Zum Beispiel hat jeder Bremshebel (Vorder- und Hinterrad) eine eigene Farbe die mit der Farbe der Bremsbacke übereinstimmt. Überzeugt euch aber am besten selbst – dann werdet ihr verstehen warum wir so verliebt in die woom Bikes sind!

„Es begann mit der Suche nach dem perfekten Rad für unsere eigenen Kinder. Wir wollten genau wissen, was denn das ideale Kinderrad ausmacht. Wir wollten Räder bauen, die Kinder und ihre Eltern begeistern.“ [Quelle: woom Gründer Christian Bezdeka und Marcus Ihlenfeld]

Zum Schluss wünsche ich euch noch viel Spaß beim Radfahren (lernen)!
euer Stefan

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Das nebenbei her spazieren ist nun Geschichte, jetzt heißt es selber in die Pedale treten um den kleinen Flitze hinterher zu kommen!