„Es ist wunderschön zu beobachten, dass man Orte der Trauer ein bisschen erhellen darf- die Zeit ist nun reif.“, sagt die Künstlerin Lydia Wassner-Hauser.

Als Sternenkind werden verstorbene Kinder bezeichnet, insbesondere wenn sie vor, während oder auch bald nach der Geburt verstorben sind. Der poetischen Wortschöpfung liegt die Idee zugrunde, Kinder zu benennen, die „den Himmel“ (poetisch: die Sterne) „erreicht haben, noch bevor sie das Licht der Welt erblicken durften“.
[Quelle: wikipedia.org]

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„…Die verstorbenen Seelen sind die Seelenlichter – jedes ist individuell, egal wie viele sie noch werden…“ Lydia Wassner-Hauser

Ein besonderer Platz – nicht nur im Herzen

Nicht nur in unserer Gesellschaft ist dieses Thema nach wie vor wenig präsent, sondern auch auf den Friedhöfen. Dass jedoch circa 50% aller befruchteten Eizellen in einer Fehlgeburt enden, ist nur wenigen Menschen bewusst. Ein kleiner Mensch, die Vorstellung wie er wohl einmal aussehen würde, ein positiver Schwangerschaftstest, ein Ultraschallbild oder womöglich auch schon Wochen oder Monate der Vorfreude – und dann? Wohin mit all der Trauer? Wo finden Sternenkind-Eltern eine würdige Gedenkstätte?

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Plan von Lydia Wassner-Hauser, zu sehen sind: Erzengel Michael, Raphael, Gabriel und Schutzengel, Josef und Maria, Maria Magdalena und Johannes

Die oberösterreichische Künstlerin und dreifache Mutter Lydia Wassner-Hauser hat sich mit diesem Thema intensiv auseinandergesetzt und wunderschöne Orte für die Seelen der Sternenkinder und ihre Eltern geschaffen.

 

Die Künstlerin erläutert

Ich habe mich bemüht, diesen Ort verantwortungsvoll und lichtvoll zu gestalten. Es ist mir ein großer Wunsch, dass das Thema der stillgeborenen Kinder einen Raum und einen Ort zur Trauer findet. 
Die kleinen Seelenlichter, welche symbolisch für die verstorbenen Kinderseelchen stehen, werden von den Engeln vorne im Schutzkreis emporgehoben und ins göttliche Licht getragen.
Die untergehende Sonne symbolisiert den Übergang vom Irdischen ins Himmlische, sozusagen der Übergang in das ewige Licht, in die göttliche Quelle.
Der Ort des Schutzkreises soll der Trauergemeinde Rückhalt und Stärke geben und das Gefühl des Familienzusammenhaltes stärken. Auch Sternengeschwisterkinder sollen sich hier geborgen fühlen, wenn sie Abschied von ihrem Geschwisterchen nehmen, es soll ihnen das Gefühl geben, dass die Seelchen von den Engeln und Heiligen behutsam übernommen werden und sie nicht alleine ins Licht gehen müssen.
Zu wissen, dass das Seelchen nicht verloren geht, auch wenn es eine große Lücke hinterlässt – sondern wieder mit dem göttlichen Licht verschmilzt, das spendet Trost und gibt Hoffnung!“

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Die ersten Gedenkstätten wurden in Weichstetten und Eberstallzell errichtet. Und es gibt schon zahlreiche weitere Anfragen…

 

Sternenkinder

Kleine Sternenlichter, welche viel zu früh von uns gegangen,

werden von den Engeln emporgehoben und

verschmelzen mit dem Licht der ewigen Quelle.

Wohlbehütet strahlen sie Nacht für Nacht und leuchten uns den Weg auf Erden.

Im Schoße des Himmels dürfen sie verweilen,

bis ihnen eine neue Aufgabe zuteil wird und sie zurück auf Erden kehren

und unser irdisches Dasein wieder erhellen.

Möge das Licht uns leuchten und die Hoffnung immer mit uns sein.

Lydia

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In dem nachstehenden Video könnt ihr euch ein Bild der Künstlerin machen und ihr beim Schaffen der Gedenkstätten und anderer Kunstwerke über die Schultern schauen.
Mehr Infos zu Lydia Wassner-Hauser findet ihr auf ihrer Website: www.lydiawassner.at

 

Ich bin Feuer und Flamme für dieses Projekt! Wie gefällt es EUCH? Was haltet IHR davon? Seid ihr auch Sternenkindeltern? Gibt es bei euch auf den Friedhöfen auch einen Platz für die Seelchen?
Ich freue mich über eure Geschichten & Erfahrungen in den Kommentaren!

Eure Sophie