DAS Thema schlechthin auf allen Plattformen und in allen Medien: DER KLIMAWANDEL. Ich denke nun ist auch bei den Letzten angekommen, dass wir handeln müssen.

Heißer wird es so oder so. Die Frage ist bloß nur noch um wie viel es heißer wird und vor allem wie schnell es gehen wird. Mit jeder Kleinigkeit können wir ein klein wenig dagegen wirken und das Geschehen etwas verlangsamen. Egal ob eine vegane Ernährung, die Einsparung von Plastik, der Verzicht eines eigenen PKW´s, von Flugreisen oder Schifffahrten – all das ist ein Schritt in die richtige Richtung.

In unserem (zukünftigen) Garten wollen wir auf der einen Seite etwas gegen den Klimawandel tun und auf der anderen Seite den Garten darauf vorbereiten. Denn fest steht, dass es zukünftig mehr Hitzetage (über 30°C) und extremere Wettersituationen (Starkregen, Stürme usw.) geben wird.  Sehr empfindliche Pflanzen, werden demnach nicht sehr lange überleben, sofern sie sich nicht anpassen.

Inspiriert durch den Vortrag „Gärten klimafit machen“ von Herrn Robert Lhotka, welchen ich letzte Woche in Kremsmünster sehr interessiert verfolgt habe, möchte ich euch nun unsere Vorhaben verraten.

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Wasser nutzen & bewusst gießen

In Zukunft wird es noch viel wichtiger werden, das vorhandene Wasser auch gut zu nützen. Regenwasser sollte keines Falls direkt weggeleitet werden, sondern dabei helfen den Garten zu bewässern. Steine zwischen den Pflanzen helfen das Regenwasser (vor allem bei Starkregen) zu regulieren, damit nicht alles auf einmal kommt und vor allem der erste, meist heftige Teil etwas abgeschwächt wird. Bezüglich gießen ist es ganz wichtig zu wissen, dass sich Pflanzen merken wie viel Wasser sie bekommen. Bei Kindern würde man sagen, sie seien verwöhnt – so also auch bei den Pflanzen. Weniger oft gießen, dafür ausgiebig. Außerdem sollte unbedingt in der Früh gegossen werden, da hier das Wasser nicht verdunstet sondern direkt in den Boden einzieht. Dies hilft nicht nur beim Wassersparen sondern reduziert auch die Schnecken.
Übrigens gibt es auch noch andere Alternativen zum Gießen und zwar mulchen und hacken. Mulchen, also das Abdecken der Erde mit Rasenschnitt usw., hält den Boden länger feucht und soll auch gegen Unkraut wirken. Einmal hacken erspart dreimal gießen, denn ein lockerer Boden verdunstet weniger Wasser.
PS: Ein Teich trägt zusätzlich zu einem guten Klima & Wasserkreislauf im Garten bei.

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Bei uns am Feld wird nur gemulcht (außer bei frisch gesetzten Pflazerl) und seht euch diese tolle Ernte an!

Hitzeinseln vermeiden

Hitzeinseln, wie etwa ein Hausdach, die asphaltierte Einfahrt, der Parkplatz oder auch ein gemähter Rasen sollen so gut es geht vermieden werden. Alternativen dazu wären ein begrüntes Dach, ein verdichteter Schotter und natürlich die Naturwiese (dazu weiter unten mehr)

Bäume pflanzen

Im Sommer spenden Bäume Schatten und im Winter lassen sie die wärmenden Sonnenstrahlen in die Wohnräume. Sie spenden Feuchtigkeit, verbessern das Mikroklima und sind die beste Klimaanlage für ihren Garten. Sie filtern jede Menge Staub, befestigen Hänge, produzieren dank der Photosynthese Sauerstoff und liefern nicht nur Holz sondern auch Früchte , Nüsse und Beeren. Als Lebensraum für unzählige Lebewesen bieten sie Schutz, Nahrung und geben Beständigkeit. Kurzum, Bäume haben einen unschätzbaren Wert!
In Zeiten von Stürmen und Starkregen ist es klug Tiefwurzler zu setzten und durch den Klimawandel kann man auch mal zu (jetzt noch) exotischen Pflanzen bzw. Bäumen greifen.

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Der Magnolienbaum stand schon immer auf meiner Wunschliste, er ist zwar ein Flachwurzler wird aber trotzdem bei uns im Garten seine Wurzeln ausbreiten dürfen 😉

Naturwiese statt Rasen

Wie oben schon erwähnt sollen Hitzeflächen vermieden werden. Dazu zählt auch ein gemähter Rasen, weshalb eine Naturwiese dem Rasen bevorzugt werden sollte. Aber die Naturwiese hat noch viele andere Vorteile. Der ökologische Wert ist viel höher, die Artenvielfalt enorm und dafür sinkt der Energieaufwand, der Gießwasserverbrauch und auch die Mähdurchgänge werden so minimiert.

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Absolutes Torf Verbot

Viele Produkte werben damit „torffrei“ zu sein, der Hintergrund war mir aber bis vor Kurzem unklar. Der Abbau von Torf zerstört die jahrhundert- bis jahrtausendalten Moore und mit ihm den Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere. Aber das ist längst nicht das einzige Problem, denn durch die Entwässerung der Feuchtgebiete entweicht CO2  und außerdem entfällt ein wertvoller Speicher für das Treibhausgas.
Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) hat errechnet: „Bei einem vollständigen Ersatz des Torfes in Gartenerden und dem damit einhergehenden Stopp der industriellen Abtorfung würden allein in Deutschland jährlich mehr als fünf Millionen Tonnen CO2-Äquivalent pro Jahr vermieden werden.“ [Quelle: ksta.de]
Alternativen für den Torf bieten Rinden, Flachse, Holzfasern oder auch Kompost.

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Es gibt also viel zu tun, vieles zu überdenken, zu planen, zu berücksichtigen und das hätten wir gestern schon tun sollen. In Zusammenarbeit mit der Firma Bruno Nebelung GmbH haben wir dieses Jahr bereits damit begonnen vieles selbst zu ziehen und direkt vor der Haustüre anzusetzen. Zwiebel und Schalotten, Kohlrabi, Salate, Zucchini, diverse Kräuter und natürlich auch ein paar Blumen für Bienen, Schmetterlinge und Co..
Zudem sind wir, wie viele von euch wissen, auch Teil eines Gemeinschaftsgartens – mehr Infos hier: Öko-Mama im Gemeinschaftsgarten
Somit produzieren wir einen großen Teil unserer Nahrung selbst. Was, weil wir vegan leben, nicht nur toll für die Umwelt sondern auch super fürs Geldtascherl ist.
Ein kleiner Schritt in Richtung Selbstversorger quasi. Wenn ich mir mein Gemüse, Obst, Kräuter und Co. direkt aus dem Garten oder dem Keller holen kann, vermeide ich außerdem überflüssige Autofahrten.

Und denkt immer daran, wir sind Vorbilder und wir gestalten mit unseren heutigen Entscheidungen die Welt von Morgen, die Welt unserer Kinder und Enkelkinder!
#parentsforfuture

eure Sophie

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PS: …und wie Dalai Lama schon sagte: „Falls du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Raum ist!“