Ich persönlich war – entschuldigt – ich bin eine von den Menschen, die immer einen Stift zwischen den Fingern brauchen. Ja ich kritzle, male und zeichne immer und überall.

Beim Telefonieren, in Besprechungen und auch schon in der Schule war das so. Zum Glück kam ich schnell auf eine Kunstschule, wo dies kein Problem mehr darstellte. Aber es irritiert mich doch, welch negatives Image dieses „Kritzeln“ noch heute hat.

Dann schlug ich das Buch „Der Eltern Kompass“, von Nicola Schmidt auf und ich fühlte mich unglaublich bestätigt. Darin schreibt die Bestseller Autorin folgendes: „Lasst die Kinder kritzeln! Kritzeln ist auch so ein Thema, das in der Schule noch oft missverstanden wird. Kinder, die während des Unterrichts in ihren Heften zeichnen, die Ränder verschönern oder Kästchen ausmalen, tun etwas für ihr Gehirn.“ Das Ganze belegt sie mit einem Test einer britischen Psychologin der zeigte, dass sich die Testpersonen um ein Drittel mehr merken konnten.

Und wenn wir schon beim Thema Schule sind, lasst uns über das Lernen lernen reden. Kinder die für ihr Talent gelobt werden (z.B.: Das hast du gut gemacht, du musst wirklich klug sein) entscheiden sich laut einer Studie eher dafür, auf Nummer sicher zu gehen. Sie schämen sich, wenn sie sich anstrengen müssen, weil das hieße, dass sie doch kein Talent hätten. Kinder die hingegen für ihre Anstrengungen gelobt werden, strengen sich eher an, weil sie gelernt haben, dass das eine gute Idee ist, auch wenn sie etwas nicht schaffen. Nicola Schmidt schrieb in ihrem neuen Buch: „Wenn man genauer hinschaut, haben sich viele große Erfinder, Denker und Wissenschaftler weniger durch ihre überragende Intelligenz, als vielmehr durch ihr besonderes Durchhaltevermögen hervorgetan.“ Und recht hat sie! Lasst uns unsere Kinder also für ihr Bemühen loben und dadurch motivieren.

Nun aber zu etwas ganz anderem. Habt ihr euch auch schonmal gefragt, warum manche Menschen mit schweren Schicksalsschlägen gut zurecht kommen und andere wiederum überhaupt nicht? Nicola geht in ihrem Buch „Der Eltern Kompass“ auch auf diese Frage ein. Offenbar hilft es Kindern, wenn sie gelernt haben, dass sie sich auf ihre Bezugspersonen verlassen können. Für uns heißt dies, unsere Kindern zu trösten, wenn sie weinen (egal was sie angestellt haben), und dass sie Mitgefühl erfahren. Ein liebevoller Umgang stärkt ihre Fähigkeit mit Stress umzugehen, Probleme zu lösen und ein Gefühl für sich und andere zu bekommen. Außerdem, und das betont die Autorin immer wieder, ist es enorm wichtig, dass Kindern mitreden dürfen.

Abschließen möchte ich diesen kurzen Einblick in das neue und grandiose Buch von Nicola Schmidt mit einem Zitat aus dem Epilog.

„Sei nett – deine Worte werden eines Tages die innere Stimme deines Kindes sein. Wähle sie klug.“

Denn vor allem in Zeiten wie diesen, stoßen wir immer öfter an unsere Grenzen. Wir sind gereizt, überfordert und selbst nicht in unserer Mitte. All das sind Gründe aber keine Ausrede. Lasst uns nie aufhören unser bestes zu geben, egal wie schwierig es manchmal scheint!

So jetzt heißt es weiter Kisten packen – der Umzug ist nah!
Eure Sophie

Nicola Schmidt
Der Eltern Kompass
Zeitgemäß erziehen: Fakten statt Moden & Mythen
GU Verlag


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